Radio Slovenija 1 - 18.12.2000, Außenpolitisches Feuilleton - Alenka Auersperger


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Abgeschickt von Informant am 24 Oktober, 2008 um 05:10:53

Radio Slovenija 1, Sendung am 18.12.2000:


Außenpolitisches Feuilleton - Alenka Auersperger

Die Gottscheer Deutschen sind ein Teil der slowenischen Geschichte. Die kleine deutsche Gemeinschaft hat sich in Randbereichen der großen Gottscheer Wälder schon im Mittelalter angesiedelt. Vor dem zweiten Weltkrieg unterlagen viele ihre Angehörige der nationalsozialistischen Propaganda, die ihnen eine neue Heimat im damaligen deutschen Reich versprach. Doch angesiedelt wurden sie in Häuser vertriebener slowenischer Bauern im Bereich an der Save, zu Kriegsende mussten sie nach Deutschland und Österreich fliehen. Die Verfasserin des heutigen Außenpolitischen Feuilletons, Alenka Auersperger, beschäftigt sich mit dem Schicksal dieser Gemeinschaft und Versuchen ihrer Wiederbelebung im letzten Jahrzehnt.

Politische Analytiker bringen immer öfter die Furcht vor der Gefahr der Wiederbelebung des Deutschen Reichs zum Ausdruck. Anlässlich der Wiedervereinigung der beiden Deutschlands haben einige ehemalige Angehörige der ehemaligen SS ohne Verlegenheit den Staub von ihren Medaillen gewischt und sich als achtungswerte Mitbürger in die Arbeit eingeschaltet. Die Öffentlichkeit hat zwar daran Anstoß genommen, doch erkannte die Mehrheit ihre Absichten überhaupt nicht. Sie versteckten sich hinter dem Schleier ihrer Demagogie, ihres Populismus und übertrugen diese aus der Ferne auf die Schüler in ihrer alten und neuen Heimat. Anlässlich des Mauerfalles trat unter seine Genossen auch ein Mann aus den Tagen der Umsiedlung ins deutsche Reich, Dr. Wilhelm Lampeter. In einer Sitzung der Gottscheer Organisationen wurde er nach 40 Jahren herzlich in ihrer Mitte aufgenommen. Es begann eine zunächst unsichere, dann immer offenere Verbindung mit der heimatlichen Scholle, mit dem leidenden Gottscheer Ländle, der ein Kreis von Gleichgesinnten angehört. Sie betonen, dass sie zusammengehören, dass sie ihre Heime nie vergessen werden, die sie in der Hitlerbegeisterung im Jahre 1941 verlassen haben. Ihre Devise lautet: ein Gottscheer soll Gottscheer bleiben, staatstreu und volkstreu (auch deutsch zitiert), das wurde ihnen von den Eltern beigebracht und so soll es auch bleiben.

Welchem Staat, welchem Volk schwören sie eigentlich die Treue? Die Devisen sind denjenigen aus dem Jahre 1930 ganz ähnlich. Die grundlegende Treue für den Staat, damals das künftige Deutsche Reich, wurde in Zusammenhang mit dem Recht auf eigenes Volkstum gebracht. Um die Idee "staatstreu und volkstreu" zu verwirklichen, treten heute einige im Ausland, insbesondere in Österreich und Deutschland lebende Gottscheer Deutsche um dieselben Rechte ein. Sie beschlossen, sich in noch größerem Maße als bisher auf die in der Heimat verbliebenen Landsleute zu stützen, sie zu besuchen und zu ermutigen.

Ihr Schicksal ist bekannt. In einem verhältnismäßig abgeschotteten Raum, in über die Wälder des Hornwaldes, von Walden, des Göttenitzer Berglandes versprengten Siedlungen lebten die Zugewanderten seit dem 14. Jahrhundert. Bald erhielten sie von Kaiser Friedrich III. das Hausierpatent, das ihnen das Recht auf zusätzlichen Verdienst gab. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gab es fast kein Gottscheer Haus, das nicht wenigstens einen Hausierer in Europa gehabt hätte. Viele ließen sich in den Vereinigten Staaten nieder. Zwischen den beiden Weltkriegen gingen sie schnell zum Nationalsozialismus über. Bald begannen sie sich zum Kulturbund zusammenzuschließen. In 25 Kampfeinheiten – Stürmen – waren die Männer unter 50 zusammengefasst. Nach dem Vorbild der Hilterjugend organisierten sie die deutsche Jugend. Kurz vor der Umsiedlung meldeten sie sich massenweise als Freiwillige für die deutsche Wehrmacht, darunter 300 für SS-Einheiten. Ihr Führer Wilhelm Lampeter wurde im Oktober 1941 Sturmbannführer. "Heim ins Reich" war der Propagandaruf, dem sie gefolgt sind. "Geht nicht weg" wurden sie vom Gottscheer Kreisausschuss der Kommunistischen Partei Sloweniens gewarnt. "Ihr Gottscheer lebt inmitten des slowenischen Gebietes, euer Boden hat viele Naturschätze, Wälder, Kohle, ihr könnt euch darauf selbst eine bessere und glücklichere Zukunft schaffen, das geht aber nur Hand in Hand mit den Slowenen." Flugblätter appellierten an Gottscheer Deutsche, nicht umzusiedeln, sondern an der Befreiungsbewegung gegen Hitler und den Faschismus teilzunehmen.

Die Warnung verhallte ungehört. In gut drei Monaten des Winters 1941 verließen 11.509 Menschen das besetzte Slowenien (!), ihr Besitz wurde von der Deutschen Treuhand übernommen und in ihrem Namen an die italienische Immobilienanstalt EMONA verkauft. Angesiedelt wurden sie in slowenische Häuser an der Save und Sotla, die knapp davor in deutsche Lager vertrieben wurden (Fehler im Original!). Glücklich waren sie dort nicht. Überaus traurig war für sie der Mai 1945, als sie sich im allgemeinen Durcheinander entschlossen, dorthin zu fliehen, wo immer ihr Ziel gewesen war, nach Österreich oder Deutschland.

Bald nach Kriegsende wurden überall in der Welt Vereine gegründet oder erneuert. Einige darunter gab es bereits vor dem ersten Weltkrieg, in erster Linie als Unterstützungsvereine, in Österreich, z. B. in Graz und Klagenfurt als Hilfsverein. Gegen Ende der 50-ger Jahre kamen zwei "Gottscheer Lands mannschaft" genannte Vereinigungen von Landsleuten aus der Heimat für die Bereiche des österreichischen Kärntens und von Steiermark hinzu.

Anlässlich der Neu anlegung des Friedhofs von Corpus Christi in Gottscheer wünschten die Einheimischen, die Erinnerung an die Gottscheer Deutschen zu erhalten. Auf Tafeln sollten die Namen aller Verstorbenen kommen, deshalb suchten sie Kontakte mit der Klagenfurt er Gottscheer Landsmannschaft. Diese vermittelte den Wunsch an alle Mitglieder weiter und allmählich öffneten sich die Wege zu ihren Geburtsorten. Ihre Landsleute bzw. diejenigen 3 Prozent der Gottscheer, die sich nicht zur Umsiedlung entschlossen hatten, wurden damals aktiv: einige sahen in der Erneuerung von Friedhöfen, auf denen Tausende von Gottscheer Deutschen nach ihren Vorfahren suchen würden, nicht anderes als ein gutes Geschäft, die Möglichkeit für die Entwicklung von Fremdenverkehr, Bauwesen und anderen Tätigkeiten. In Pöllandl, in der Nähe von Tschermoschnitz, entstand so nach der Erklärung der slowenischen Selbstständigkeit der Verein der Gottscheer Altsiedler. Darin übernahm die Rolle des ersten Mannes DI August Gril, Unternehmer aus Grosuplje, Töplitz und Gottschee. Weil er sich auf die aufrechte Haltung seiner Eltern und ihre Unterstützung für den Volksbefreiungskampf berief, öffneten sich in den Nachkriegsjahrzehnten vor ihm viele Türen. Darin sah er einen Vorteil seiner Vertretung und seine Berufenheit, eine Brücke mit den österreichischen und deutschen Gottscheerorganisationen im Ausland herzustellen. Im Jahre 1993 wurde diese Brücke breiter. Als sie vom Altsiedlerverein erfuhren, gründeten Prof. Debenjak und DI Erik Krisch in Ljubljana noch den Slowenischen Gottscheer Verein Peter Kosler. Beide Vereine wandten sich im Jahre 1995/96 mit einer Bitte um Unterstützung an viele Adressen, im Ausland an die bereits erwähnte Gottscheer Landsmannschaft, mit der Hilfe des damaligen österreichischen Botschafters Dr. Gerhard Wagner wurden Kontakte zur Kärntner Landesregierung hergestellt. Im Frühjahr 1997 sehen wir schon Dr. Christoph Zernatto, damals Kärntner Landeshauptmann, mit einer Maurerkelle in der Hand, wie er im Friedhof von Altlag den Grundstein für den Obelisken legt, während der Obmann der Altsiedler feststellt, dass sich ab nun die Gottscheer Deutschen nicht mehr verlassen fühlen werden.

Bei den Toten begann man, auf die pangermanische und völkische Tradition zu schwören. Auf einem slowenischen Friedhof, bei einem privaten Besuch, übrigens in der Gesellschaft von österreichischen Diplomaten, der Klagenfurter Landsmannschaft und von wenigen Einheimischen sprach Dr. Zernatto über die Forderung, die deutsche Minderheit in Slowenien anzuerkennen. Dr. Wagner unterstützte seinen Gedanken, denn das sei auch der Standpunkt der österreichischen Bundesregierung. Am Vorabend der Enthüllung des Obelisken am 25. Oktober 1997 haben die Dorfbewohner festgestellt, dass die Tafel, die vorne in slowenischer Sprache angebracht sein müsste, mit der Tafel mit der deutschen Inschrift vertauscht worden ist. Sie tauschten die Platten aus und beschlossen, eine Spendertafel in deutscher Sprache nicht zuzulassen. Zwischen den beiden Vereinen kam es zu Reibereien wegen der Einführung deutscher Symbole und scheinbar auch wegen Geld. Österreich hat den Vereinen etliche Male einige 10.000 öS überwiesen, doch wurden sie nicht geteilt, wie vorausgesehen war. Die Freundschaft mit dem Kärntner Landeshauptmann, die an den Gräbern des Dorffriedhofes von Altlag vertieft wurde, brachte den Altsiedlern doppelten Nutzen: sowohl in materieller Hinsicht - mit der Hilfe der Kärntner Landesregierung und der österreichischen Bundesregierung wurde das Haus in Krapflern gekauft und man begann, es als eigenes Kulturzentrum einzurichten - als auch in politischer Hinsicht - im 8. Minderheitenkongress in Millstadt im November 1997 hat der Kärntner Landeshauptmann Zernatto den beiden Gottscheer Vereinen seine Unterstützung ausgesprochen und alte Forderungen nach der Anerkennung der altösterreichischen Minderheit erneuert. Im engen Altsiedlerkreis übernahm damals Prof. Doris Debenjak, die inzwischen aus dem Slowenischen Gottscheer Verein Peter Kosler übergetreten war, informell die Führung. Sie und Gril negieren beide, dass ihre Bemühungen mit der Vermögensrückgabe verbunden wären, sie greifen Dušan Kolnik aus Marburg und seinen Verein Freiheitsbrücke an ... Zugleich geben sie zweideutig an, dass es um nichts anderes als um eine Form von Anerkennung geht, um auf dem eigenen ererbten Boden leben zu können. Dabei fügen sie überraschenderweise zu, dass dies geographisch auf 2 oder 3 Dörfer in der Umgebung von Pöllandl begrenzt wäre. Schon vor dem Treffen mit dem Titel "Volksgemeinschaften in österreichisch-slowenischen Beziehungen" 1998 in Laibach und Klagenfurt war es klar: Österreich wird die Vereine nach Kräften nach eigenem Ermessen unterstützen, es geht nicht um die Erneuerung von Friedhöfen noch von Kirchen. Österreich will nur in den deutschen Charakter lebender Menschen investieren: d.h. die Erhaltung der Mundart, der deutschen Schriftsprache, des deutschen Bewusstseins unter der Bevölkerung... Dasselbe hat den Gottscheer Deutschen auch Deutschland versprochen. Eine der politisch geprägten Aktivitäten lief zweifellos in Zusammenhang mit dem Kulturabkommen, das damals von Österreich und Slowenien vorbereitet wurde. Die Altsiedler meinten, dass der Verfassungsartikel 61 für eine autochthone Minderheit, deren Wurzeln Jahrhunderte zurückreichen, nicht ausreicht. Mit diesem Artikel ist nämlich das Recht gewährleistet, dass jeder die Zugehörigkeit zu seinem Volk oder seiner Nationalgemeinschaft frei bekennen darf, dass jeder seine Kultur pflegen und ausdrücken und seine Sprache und Schrift verwenden darf. Und was ist dieses ein wenig mehr, was die Altsiedler forderten? Die Einflussnahme auf die Verhandlungen über das Kulturabkommen zwischen den Republiken Slowenien und Österreich, die in der zweiten Runde im Juni 1998 begannen und zwar, dass in dem zwischenstaatlichen Vertrag die deutschsprachige Sprachgemeinschaft in Slowenien ausdrücklich erwähnt wäre. Die österreichische Seite hat die Bemühungen um die rechtliche Anerkennung der deutschsprachigen Einwohner von Slowenien nicht aufgegeben. Sie forderte für sie dieselben Rechte wie für die slowenische Minderheit in Österreich, reell erwartete sie jedoch einen relativen Schutz mit der Anerkennung der persönlichen Rechte der Angehörigen der deutschsprachigen Gruppe in Slowenien, wie er Angehörigen von Minderheiten durch die Rahmenkonvention über den Minderheitenrechteschutz und die Europäische Charta über Regional- und Minderheitensprachen gewährleistet wird. Darin ist auch mit ein Grund für die Forderung nach der Änderung der Präambel des Abkommens zu sehen, nämlich die Streichung der Erwähnung des österreichischen Staatsvertrages und deren Ersetzung durch die Rahmenkonvention und die Distanzierung vom Staatsvertrag, wobei auch die mittelbare Berufung darauf verhindert werden soll. Slowenien konnte das nicht akzeptieren, denn hierzulande handelt es sich kaum um 300 autochthone Einwohner österreichischer bzw. deutscher Volkszugehörigkeit. Darauf folgten politische Konsultationen zwischen den beiden Staaten und Verhandlungen auf diplomatischem Wege. August Gril besteht noch heute auf dem Standpunkt, dass Slowenien das Kulturabkommen unterzeichnen müsste, denn er wird dazu von Dr. Jörg Haider angehalten. Haider meint, der österreichische Staatsvertrag sei obsolet. Einen Teil der Aufgaben, die zum Wirkungsbereich des slowenischen Außenministeriums gehören, hat auf diese Weise der Gottscheer Altsiedler Verein mutwillig allmählich an sich gerissen. Sie möchten die Anerkennung der deutschen Minderheit auf einem eigenen Wege erreichen: sie stützen sich auf die EU-Abgeordneten Dr. Michael Ebner aus Südtirol und Dr. Hubert Pirker aus Kärnten. Es ist kein Zufall, dass Dr. Ebner aus dem Büro des Europäischen Parlaments im April dieses Jahres besorgt an August Gril die Frage richtet, welche Behörde in Slowenien die Anbringung der Gedenktafel in Altlag in deutscher Sprache behindert. So begannen gefährliche Beziehungen, ähnlich denjenigen in den 30-ger Jahren, als Besuche von Instruktoren des aufkommenden Nationalsozialismus aus dem deutschen Reich nach Slowenien an slowenischen Behörden vorbei einsetzten, während Gottscheer Hausierer nach Deutschland gingen. Ähnlich denjenigen, die die Spaltung zwischen den Slowenen und den Gottscheer Deutschen um die Jahrhundertwende verursacht haben. Auch damals war die von auswärts initiierte Germanisierungstätigkeit der Gottscheer Deutschen auf dem Vormarsch. Die griff so stark um sich, dass vor dem 1. Weltkrieg im Bezirk Gottschee 20 Ortsgruppen des Schulvereins und 22 Gruppen von Südmark tätig waren.

Die heutigen Argumente für Minderheitenrechte gehen auf die Zeit zurück, als wegen des Zerfalls der Donaumonarchie die Verwendung der Deutschen Sprache zurückging. Damals traten die Gottscheer zunächst für den Anschluss an Österreich ein, dann bemühten sie sich um die Gründung einer eigenen Republik unter dem Protektorat der Vereinigten Staaten. Univ.Prof. John Tschinkel aus den Vereinigten Staaten ist einer von denjenigen Gottscheer Deutschen, die 1941 aus der Gottschee umgesiedelt sind. Wie viele andere erhoffte er sich ein besseres Leben im Reich. Dreimal größere Bauernhöfe als die eigenen wurden den Umsiedlern versprochen. Doch die Reise in die neue Welt endete schon im Bahnhof von Krško, als sie sahen, das sie in einer Art Unterkünfte und dann in Häusern von ein oder zwei Wochen davor in Lager in Deutschland vertriebenen Slowenien untergebracht werden sollen. Viele können sich heute damit nicht abfinden. John Tschinkel erklärt, die Gottscheer und Volksdeutschen seien in unter den Einfluss des dritten Reichs geratenen Ländern so wie er und seine Familie der Hitlerschen Konzentrationspolitik zum Opfer gefallen. Es war das Ziel dieser Politik, die eroberten und angeschlossenen Länder durch Volksdeutsche zu sichern. Dass diese Konzentrationspolitik mit einer kräftigen Unterstützung der Konzentrierten rechnete, ist jedem klar, der ihre Geschichte kennt. So war es auch mit der Sammlung der Gottscheer Deutschen. Die Unterstützung kam als Druckausübung, die die Gottscheer dazu bringen sollte, für die Umsiedlung zu optieren. Doch kam dieser Druck nicht von den Italienern oder Deutschen, wie Michitsch erklärt, er kam von der damaligen Führung der Volksgruppe, unter dem 25-jährigen Gottscheer und SS- Sturmbannführer Wilhelm Lampeter, von seinem Gottscheer Verein und seinem Propagandaorgan - der Gottscheer Zeitung. "Diese Sammlung beraubte uns der Heimat", fügt John Tschinkel hinzu, der nicht einverstanden ist mit der Druckausübung der Altsiedler auf Slowenien über eine ausländische Organisation in Klagenfurt. Prof. Tschinkel hat vor Jahren bereits die Tätigkeit der Gottscheer Landmannschaft analysiert , deren Führung von 2/3 der Gottscheer in der Welt zurückgewiesen worden sei, da sie entgegen der Gründungsakte eine politische Organisation geworden war. Er war nicht einverstanden mit der Provokation der Altsiedler, die im Jänner dieses Jahres an ihrem Kulturzentrum in Krapflern die deutsche Fahne gehisst haben, deshalb brachte er im Namen des Großteils der in den Vereinigten Staaten lebenden Gottscheer sein Bedauern wegen dieses Inzidents zum Ausdruck. Analytiker weisen heute darauf hin, dass Deutschland noch immer nicht von jener Entgleisung geheilt ist, welche der Nationalsozialismus in seiner Geschichte bedeutet hat. Die Rückbeziehung auf staatstreu und volkstreu sind Eide, die auf die Vergangenheit zurückgehen und in den Rahmen der heutigen Vorstellungen der Mitarbeiter von Haider über das große heilige Römische Reich deutscher Nation gehören. Das Programm der Gottscheer Altsiedler, die deutsche Natur von lebenden Menschen zu fördern, die Mundart, die deutsche Muttersprache, das deutsche Bewusstsein
unter der Bevölkerung aufrechtzuhalten, ist ein Teil dieser Idee.





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