Abgeschickt von Der Tisner Ander am 02 Februar, 2006 um 22:32:00:
Antwort auf: Neuer Brief an den Bischof von John Tschinkel am 23 Januar, 2006 um 23:53:07:
Es ist in der Tat bemerkenswert, dass zwei der Hauptverantwortlichen des Riesenchaoses der Umsiedlung der Gottscheer so lange Funktionen bei der Landsmannschaft ausüben konnten. Es wäre eigentlich Scham und Zurückhaltung angebracht bei diesen zwei Personen. Der eine hätte seine Saatgutforschungen und der andere seine Gedichtlein ruhig weiter machen können und damit wär´s das gewesen. Aber John Schinkel ist mit seiner Kritik nur an einem Thema interessiert, das ist verdächtig. Kein Staat hat seine deutschen Mitbürger so verfolgt und die deutschen Kriegsgefangenen so gepeingt wie Jugoslawien. Darüber verliert er kein Wort. Jugoslawien hat der deutschen Minderheit nicht die Rechte eingeräumt, die die Slowenen in Kärnten haben, auch wenn diese Regelung im internationalen Maßstab sehr kleinlich ist.
Heute hat Slowenien auch noch keine deutsche Minderheit in der Verfassung anerkannt, während das mit den Italienern und den Ungarn der Fall ist. Dass den Gottscheern nichts passiert sei, wenn sie nicht umgesiedelt wären mag glauben, wer die Hose mit der Beißzange anzieht. Die Autorin Auersperger (was für ein schöner slowenischer Name!) spricht von einer "Implantierung" einer deutschen Minderheit. Ist ihr schon mal der Gedanke gekommen, dass durch jahrzehntelangen Druck viel zu wenige sich zur deutschen Minderheit bekennen könnten? Niemand wurde in den deutschen Sprachinseln Zarz/Sorica und Deutsch Ruth/Rut ausgesiedelt. Warum wohl? Sind das die guten Deutschen, die sich freiwillig slowenisiert haben?
Wo bleiben die zweisprachigen Ortstafeln?
Dipl.-soz.-päd./Dipl.soz.-arb.
Anderas Pinggera
genannt "Der Tisner Ander"