Umfassende Bewertung über Richard Lackner.

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Abgeschickt von John Tschinkel am 21 Januar, 2006 um 19:30:38:

Umfassende Bewertung über Richard Lackner, einst Mitglied in SS-Totenkopf, heutzutage Ehrenvorsitzender der Gottscheer Landsmannschaft.

John Tschinkel, 16. Januar, 2006.


Das Folgende ist Antwort auf: Richard Lackner – Behauptungen und Lügen von John Tschinkel und Alenka Auersperger.

In seinem Buch: "Die sterbenden Europäer", (© Paul Zsolnay Verlag, Wien 2001) der österreichische Historiker Karl-Markus Gauß berichtet über die sterbenden Gottscheer. Das Folgende ist ein kurzer Auszug:

"Von Göttenitz gibt es ein berühmtes Foto, das in Dutzenden Büchern reproduziert wurde. Es zeigt den ganzen Ort, angetreten im Dezember 1941, Frauen mit weißen Kopftüchern, Männer in schwarzen Winterloden, Jugendliche, ihre kleinen Geschwister an der Hand, wie er sich auf dem Friedhof versammelte, um Abschied von den Generationen zu nehmen, die in Göttenitz gelebt und ihren Tod gefunden hatten. Die Familien standen um die Gräber ihrer Vorfahren, denn es was der Tag ihrer Abreise, noch nicht das tödliche Ende vom Ende, aber schon ein Tag des Verderbens, des Verrats, der Verzweiflung. Sie folgten dem Ruf, der sie von Berlin erreicht hatte, einem Ruf, mit dem einige Verblendete nationalsozialistische Propagandisten unter ihnen seit Monaten die Bevölkerung aufgescheucht, verunsichert, entmutigt hatte: Heim ins Reich"!

"Allerdings, jetzt muss es gesagt werden: Es gab eine Schar junger Nationalsozialisten, die innerhalb der Gottscheer Volksgruppe in wichtige politische Funktionen geputscht hatte und, zumeist gegen de heftigen Widerstand der Pfarrer, mit allen Mitteln versuchte, die Bevölkerung deutschnational zu beeinflussen und in straffen faschistischen Verbänden zu organisieren. Das diese nazistischen Gottscheer um den selbsternannten "Mannschaftsführer" Wilhelm Lampeter am Ende betrogene Betrüger waren und sie ihre Landsleute nicht heim ins Reich, sondern ins Verderben gelockt hatten, macht ihre Schuld nicht geringer, eine Schuld, die sie nach 1945 zumeist nicht einbekannten und in Österreich und Deutschland auf den Treffen der Heimatvertriebenen mit einigem antislawischen Lärm zu vertuschen suchten. Tatsächlich wurden die Gottscheer von den politischen Emissären aus dem "Reich" und der eigenen Führung brachial auf eine Aussiedlung eingeschworen, die so freiwillig nicht war".

In seinem verzweifelten Versuch, die immer fester klebende Bezeichnung als "betrogener Betrüger" von sich abzuschütteln, Richard Lackner, versucht die wichtigen Tatsachen und Hintergrunde des Betruges in einem Meer von belanglosen Worten zu ertrinken. In seinem magnum opus: "Behauptungen und Lügen von John Tschinkel und Alenka Auersperger, Graz 2005", Lackner gibt sich große Mühe an seiner Selbstrechtfertigung und schreibt: "Meine Ausführungen gelten unmittelbar nicht dem Lügenschreiber Tschinkel sondern meinen Landsleuten und seriösen Historikern".

Die "Ausführung an meine Landsleute", ist an überlebende Gläubige (also die damalige Jugend) gerichtet; diese welche auf verschieden Treffen die Worte dieses unreuigen Nazi Fanatiker immer noch unkritisch annehmen. Aber diese Ausführungen von Lackner, wie auch andere von Anderen, finden wenig Anklang an den Nachkommen dieser Gläubigen, von vielen Seiten mit dem Betrug längst bekannt gemacht und daher an diesen Treffen offensichtlich nicht teilnehmend. Diese Nachkommen wollen, mit den noch immer wirkenden Betrügern und deren Nazi Ideologie, schon Jahrzehnte nichts mehr zu tun.

Und durch die Behauptung "Meine Ausführungen gelten seriösen Historiker", Lackner bezeichnet als "unseriös" alle Historiker welche die Selbstrechtfertigung dieses betrogenen Betrügers nicht als Tatsache annehmen wollen. Unter diesen "unseriösen" findet man Professor Karl Markus Gauß, Dr. Hans-Hermann Frensing, Dr. Tone Ferenc, Professor Gerd Simon, Dr. H. Fassel, Olav Koppelt, Erich Petschauer, usw. Alle anerkannte Historiker und geschätzte Akademiker welche über die damaligen historischen Ereignisse neigungsfrei berichten. Aber mit seinen Behauptungen, Richard Lackner, dieser nur von den Nazis erzogene, damals 22 jährige Fanatiker (auch heute noch ohne höhere Bildung), zeigt er hat in den langen Jahren seit 1945 nicht nur nichts erlernt, sondern auch nicht begriffen, die Ehre kann mit Lügen und Verklitterung nicht verteidigt werden.

Ich werde die Lackner Behauptungen mit Hilfe von Zitaten als Unwahrheiten entlarven und andere mit dokumentierten Tatsachen als Geschichtsverklitterung beweisen. Merkwürdigerweise kommen viele von diesen Zitaten aus der Gedächnisschrift des damaligen SS Major Wilhelm Lampeter, "Die Gottscheer Volksgruppe 1930 - 1942". Lampeter, ein intimer Freund von Lackner, war bis 1942 Mannschaftsführer der Gottscheer und Haupt deren durch Putsch errungene Leitung welche erhielt, direkt von Adolf Hitler am 26. in April 1941, die Aufgabe die Gottscheer zur Umsiedlung zu "überzeugen". Lackner, der damals 22 jährige, war Stabsleiter des 25 jährigen Lampeter und Führer der Gottscheer Jugend. Etliche Einzelheiten an dieser "Überzeugung" sind notwendige Erklärung.

Schon am 30/10/41, schreibt SS-Gruppenführer Greifeld, Chef des Staatshauptsamtes in Berlin folgendes an die verantwortliche SS Ansiedlungsbehörde:

"Nach Ansiedlung der Gottscheer in der Untersteiermark bitte ich darauf zu achten, dass damit das Bestehen der Volksgruppe als solche aufzuhören hat und die Gottscheer sich bedingungslos in die Steiermark und damit in das Gesamtdeutschtum einzufügen haben". Mit diesem Schreiben ist das Ende der Gottscheer als Volksgruppe besiegelt.

Der Leiter der Umsiedlungsstelle, SS-Obersturmbannführer Dr. Stier, berichtet [Handakte, 24/1/42] über den Erfolg der Umsiedlung: "Dr. Stier unterstreicht auch die wichtige Rolle der Mannschaftsführung unter Lampeter während der Umsiedlungsvorbereitungen, ohne die eine geordnete Aussiedlung aus der Gottschee nicht hätte stattfinden können." [F.S.141].

Aber die Ansiedlung verlief nicht ohne Schwierigkeiten und nicht nach Begriffen der Gottscheer Leitung. [Kann sein dies war die Absicht der SS Ansiedlungsbehörde um eine Auseinandersetzung mit Lampeter hervorzurufen und dadurch ihn und dessen Leitung abzusetzen]. Lampeter reagierte mit dem wahnsinnigen Schritt die ganze Rangordnung der SS zu überspringen und sandte Richard Lackner, in Dezember 1941, mit seiner Beschwerde direkt zu Himmler in Berlin. Er berichtet in seiner Gedächnisschrift an dem wie folgend:

"Mit einem Geschenk des Gottscheer Mannschaftsführers an den Reichsführer-SS Heinrich Himmler, fuhr am 29. Dezember der Jugendführer [Lackner] im Auftrage des Mannschaftsführer nach Berlin. Er sollte womöglich das Geschenk dem Reichsführer selbst überreichen und nach Möglichkeit die Zustände im Ansiedlungsgebiet schildern. Diese Möglichkeit ergab sich nicht; der Reichsführer war [angeblich] im Führerhauptquartier".

(Aber Lackner behauptet: "Das erwähnte Geschenk für Himmler habe ich nicht wieder mitgenommen, weil ich gar keines hatte". Also wer ist der Lügner?)

Die Rangordnung der SS hatte wenig Begeisterung an diesem undisziplinierten Akt.

Zu dem berichtet SS-Führer Bliss: "Lampeter ist, durch verschiedene Ehrungen die ihm für seine bisher geleistete Volksgruppenarbeit zuteil wurden, größen-wahnsinnig geworden und politisch für deutsche Verhältnisse absolut unbrauchbar". "…ich schäme mich, ein derartiges politisches Kind in der Uniform der SS und in dem Rang eines Sturmbannführers sehen zu müssen." [F.S.129].

Und ferner von SS-Oberführer Hinze: "Lampeter ist für die ihm übertragenden Aufgaben sowie seine Ernennung zum SS-Sturmbannführer zu jung und unerfahren … und daß es ihm auch an der für ein solches Amt erforderlichen Einsicht und Selbstdisziplin fehlt". "… Ich habe ihm daher eröffnet, dass ich nunmehr selbst an seiner Stelle die Führung der Gottscheer Wehrmannschaft übernehme und bitten müsse .. sich auf Weiteres jeder Tätigkeit im Ansiedlungsgebiet .. zu enthalten… und dass ich diese Maßnahmen auch auf seinen Stabsführer [Richard Lackner] ausdehnen müsse,…und bitte deshalb, sie ohne Rücksicht … unverzüglich ins Altreich abzuberufen." [F.S.135]

Also: Die Umsiedlung, [14/11/1941 bis 23/1/1942] durchgeführt - die von Hitler angeordnete Einsammlung vollendet, die betrogenen Betrüger wurden abgeschoben und die Leitung der Neureichsdeutschen von der SS Ansiedlungsbehörde übernommen. Die Betrüger, die "Kinder" waren nicht mehr notwendig; sie wurden planmäßig ersetzt.

Ein "politische Kind" findet man noch heute im 86 jährigen Lackner. Heute noch stolz auf seine "spontane" Widersetzung zur Behauptung von Steindl, [ein hoher Beamter im Nazitum], in Januar 1942: " Eure Sprache solltet ihr bald vergessen. -- "niemals Bundesführer" -- antwortete das "politische Kind" !!

Aber Lampeter berichtet: "Nach einem bunten Abend wurden mehrere Angesiedelte von einem Deutschen angehalten und gefragt ob sie Gottscheer seien. Sie bejahten es. Der [deutsche] Zivilist darauf: "" Schade dass ich meine Pistole nicht mithabe, ich würde euch schon zeigen, was sprecht ihr eure Zigeunersprache"".

Und persönlich darüber: In der Schule im Ansiedlungsgebiet wurde uns verboten Gottscheerisch zu sprechen. Also mit der Aussiedlung wurde die gottescheer Sprache, das einzige Merkmal welches die Gottscheer von deren slowenischen Nachbarn unterschied, getötet und begraben. Heutzutage niemand spricht sie mehr; dank der betrogenen Betrügern !!

Lampeter berichtet zu dem in seiner Gedächnisschrift vom 9/2/42: " Die Volksgruppenführung wird ausgeschaltet um die Umsiedler nach reichsdeutschen Grundsätzen zu führen, wie es den Gottscheer deutschen erklärt wird." Und anderswo: "Heute muss festgestellt werden, dass die Gottscheer Volksgruppe nach einigen Wochen reichsdeutschen Daseins um ihre ganze Haltung gebracht wurde, die ihr 600jahriges Aushalten mitten unter den Slowenen bedingte. Alles was vom [SS] Ansiedlungsstab vorbildlich durchgeführt wurde, war die totale Zerschlagung des Volksdeutschtums sicher seltenen Organisation und Vernichtung des so wertvollen mitgebrachten Gutes: des Idealismus der Einsatzbereitschaft und Opferfreudigkeit. Und dies stellt eine Belastung des Glaubens an Deutschland [eigentlich am Nazismus des Drittes Reiches] dar".

Also ein erstaunliches Zugeständnis von einem fanatischen Anhänger an der Nazi Ideologie welcher, anderswo in seiner Gedächtnisschrift, erklärt: "Im Nationalsozialismus, der erst mit der Machtübernahme in 1933 die entlegene Gottschee fand, wurde von der Jugend [die Gläubigen von heute] ihr eigentliches Lebensziel erkannt, der bestimmte Wegweiser ihres Strebens und Tatenwillen erschaut".

Also Lampeter veröffentlichte sein Eingeständnis er wurde betrogen. Oder war es nur der spontane Ausdruck eines enttäuschten, vom Größenwahn verblendeten Nazi. Sicher das Letzte, da seither solche Eingeständnisse von keinen mehr benutzt werden, welche aber deren Rollen als betrogene Betrüger kräftig und mit allen Mitteln zu verheimlichen oder mit Lügen verteidigen. Aber die Wahrheit kam ins Licht trotz aller Unterdrückung und wird nun erfolgreich verbreitet.

In 1999, Richard Lackner versuchte auf verschiedene Weise, die englische Übersetzung des Frensing Buches, von ihm als "historische Falschmünzerei" bezeichnet, zu vermeiden. Und als bekannt wurde, ich war im Versuch mir vom Autor wie auch von der Sudostdeutschen Historischen Kommission die nötige Bewilligung einzuholen, machte sich Lackner unterwegs um dies zu scheitern. Leider war er zu spät und nach Aussage von Dr. Fassel, Direktor der Kommission, fuhr er ohne Erfolg wieder zurück. Das ist offenbar in dem 9. April, 1999 Schreiben von Dr. Fassel:

"Sehr geehrter Herr Tschinkel: Vielen Dank für Ihre informationsreiche Sendung. Ihre beiden Broschuren stehen in unserer Bibliothek, wo Sie sie sehen können wenn Sie im April nach Tübingen kommen. Ich freue mich sie kennen zu lernen und bin nun über den Gang der wenig erfreulichen Ereignisse einigermaßen im Bild. Es ist wie es in den meisten Landsmannschaften nach 1949 in der Bundesrepublik Deutschland geschah; man hat die alten Positionen lange aufrecht erhalten. So lange die Generation der Handlungsträger vor 1945 noch am Leben waren. Ich kenne das. Herr Lackner hat übrigens seinen Besuch in Tübingen [er war schon unterwegs ] durch seine Frau absagen lassen.. Das geschah, nachdem Dr. Frensing ihm mitgeteilt hatte, das ich nichts gegen eine Übersetzung ins Englische einzuwenden habe (eigentlich eine normale Verhaltensweise). H. Fassel"

(Aber Lackner behauptet "ich sei auf dem Wege gewesen ist eine Lüge".).

Und was geschah mit Lampeter und Lackner nach deren Absetzung in 1942 ??

Gerd Simon, Professor an der Uni-Tübingen berichtet: "Wir finden ihn [Lampeter] in der Folgezeit in einer SS-Einheit in Buchenwald. Am 1.1.1945 wird er ins SS-Hauptamt versetzt. Nach dem 2. Weltkrieg war er nichtsdestoweniger preisgekrönter Professor für Agrarwissenschaft in der DDR". Es ist bekannt, solche Posten in der DDR konnten sich nur Kommunisten erwerben. Für Lampeter als erzogener Ideologe war der Sprung vom Nazismus zu Kommunismus scheinbar nur eine zweckdienliche Umstellung.

Lackner streitet ab die Behauptung der WASt. Auskunftsstelle mit Sitz in Berlin. Diese ist wie folgend: "Der Genannte [Lackner] geriet am 3.5.1945 als Gefreiter (SS-Sturmmann) der 3. Kompanie SS-Panzer-Grenadier-Regiment 37 (17. SS-Panzer-Grenadier-Division "Götz von Berlichingen") in amerikanische Kriegsgefangenschaft, aus der er am 28.06.1946 entlassen wurde".

Aber Lackner korrigiert mit der Behauptung er war Mitglied der SS-Totenkopf Division, über welche man in Google lesen kann:

"Unter allen SS Divisionen, die Totenkopf besitzt die dunkelste Geschichte an Kriegsverbrechen. Diese berüchtigtste aller SS Divisionen war voll von hochgeschulten erbarmungslosen Männern, welche deren Ausbildung in Dachau erhielten wo sie auch als Wächter im nahe liegenden Konzentrationslager wirkten, usw.". Und zu dieser meldete sich, freiwillig im Sommer 1943, Richard Lackner!! Oder schon gleich nach seiner Absetzung in Januar 1942 ?? Aber es ist doch schon beweisen, Lackner hat Schwierigkeiten mir der Wahrheit.

Nun zurück zur "Lampeter Gedächnisschrift", zweifellos nicht von Lackner an seiner Verteidigung benutzt.

Lackner an Seite 2, schreibt: "Eine bodenlose Lüge ist die Behauptung im 5. Absatz: "Die Gottscheer Mannschaft war ein hochdiszipliniertes Militär innerhalb der Linien von SS und SA im Reich…"

Aber Lampeter informiert: "Soldatische Dienstvorschriften gaben ihr vornherein ein fomationsmässiges Gepräge".

Und an Seite 22 seines Buches, Frensing zitiert [Richard Lackner]: "Die Mannschaft wurde auf Stürme aufgegliedert, deren Führung bestand aus einem Stab, dem Kreisführer unterstellt. Uniform war Stiefel, Reithose, graues Hemd. Grundexerzieren gehörte zur Ausbildung". Und in der Gottscheer Zeitung, (24/7/41), der Kreisführer beschreibt (u.A.): "das Vorbild dieser Mannschaft ist der Kamerad in der SA- oder SS-Formation als Ausdruck des politischen Selbstbewusstseins und Kampfwillen seines Volkes, …".

Lackner behauptet: "Von einer Bewaffnung war nie die Rede". Aber Lampeter schreibt: " Waffen wurden nach Möglichkeit besorgt und den zuverlässigsten Sturmmännern übergeben".

Lackner zitiert Auersperger: " In der Nacht vom 10. bis 11. April haben die gottscheer Deutschen alle Gendarmeriestationen im Gottscheerland entwaffnet, die beschlagnahmten Waffen auf die Sturme verteilt und Wachen aufgestellt".

Lackner sagt zu dem: "Falsch" !! Aber Lampeter schreibt: "In der Nacht vom 10. April kehrte die Führung [aus den Wäldern] in die Stadt zurück und in der folgenden Nacht wurden sämtliche Gendarmerieposten im Land entwaffnet und die Sturme bewaffnet".

Das Obige ist genügend Beweis Lackner übt Verklitterung.

Lackner beschreibt den Empfang der Gottscheer Leitung von Hitler in Marburg am 26. April, 1941. "Es gab keine Vereinbarung der Umsiedlung, sondern nur eine Kenntnisnahme des Planes".

Aber Frensing berichtet an der [dokumentierten] Unterredung der Gottscheer Leitung mir dem deutschen Konsul in Laibach am 6. November, 1939: " Darin umrissen sie [die Leitung] klar ihren Stanpunkt . Auch in der Frage der Umsiedlung habe das Interesse der Volksgruppe hinter dem Interesse des gesamten [deutschen] Volkes zu stehen".

Also die Umsiedlung war daher schon am 6/11/39 "Vereinbart". Und Am 26. April wurde die Leitung auch nach Berlin eingeladen (Schober, Lampeter und Sturm) um die Einzelheiten des Führerbefehles auszuarbeiten. Nach Lampeters Gedächtnisschrift , "Verhandelt wurde mit SS-Brigadeführer Greifelt und den einzelnen Dienststellenleiter des Reichskommissariats". Besprochen wurden die Vorarbeiten, die die Volksgruppenführung für die bevorstehende Umsiedlung durchzuführen hatte."

Und der anwesende SS-Obersturmbannführer Dr. Stier berichtet: "Belastend für die Stimmung wirkte insbesondere, dass von der Volksgruppenführung auf Bestreben des Mannschaftsführers Lampeter das neue Siedlungsgebiet geheim gehalten wurde. Auf mein Verhalten dass Enttäuschung schlimmer wäre als aufrichtige Erklärung der Zustande, meinte er, dass es zur Aufklärung noch immer Zeit sei nachdem die Option abgeschlossen sei". . [F.S. 94].

Nach Frensing, an Seite 62: "Sowohl der Umsiedlungsbeschluss als auch das Ansiedlungsgebiet wurde der Bevölkerung nicht mitgeteilt. Damit wird die taktische Generallinie, nach der die Volksgruppenführung vorgehen wollte, klar: Zunächst einmal soll die Bevölkerung optieren, erst dann - wenn es kein Zurück mehr gibt - will man den Bauern das Ansiedlungsgebiet bekannt geben".

"Dieses Manöver wurde von vielen Gottscheern als Überrumpelung betrachtet und dementsprechend bewertet, jedoch zu einem Zeitpunkt, zu dem diese Einstellung den Plänen der Volksgruppenführung nicht mehr gefährlich werden konnte".

[Zudem die Behauptung von Viktor Michitsch (GZ.4/98); "Hätte man den Ansiedlungsort bekannt gegeben, wäre wohl kein Gottscheer umgesiedelt da sie [durch ihre Umsiedlung] die Aussiedlung der Slowenen beurteilten.".]

Gleichzeitig wurden in der Gottscheer Zeitung die Gottscheer, die sich über die Ungewissheit beunruhigt zeigten, scharf angegriffen". "Mögen sich doch diese Miesmacher gesagt haben lassen: Die Zukunft wird in kürzester Zeit belehren dass sie Volksschädlinge sind und das diese Zukunft keinen Platz für solche Volksschädlinge kennt als das Konzentrationslager." (GZ; 1.5. 1941).

Und zu den Geistlichen, [welche die jungen Leiter als "Rotzbuben" bezeichneten]: "Der ‘Katholizismus’ wird im inneren Führungskreis als ‘universalistische Weltanschauung’ behandelt die ausgerottet werden muss." [F.S.86].

Lackner beschreibt als falsch den Satz von Auersperger, übersetzt von Lackner als: "Die zwei [Lampeter und Lackner] haben zusammen mit dem Führer jedes Stammes gesagt welche Leute politisch unzuverläßlich sind oder halb slowenischen Volkes".

Aber Lampeter, in seiner "Schrift" berichtet: " Zum erwähnten Familienbogen, die eine Voroption darstellten, wurde ein zweiter Bogen "Zum Familienboden" gemacht der im geheimen von verantwortlichen Sturmführern nach den Richtlinien des Mannschaftsführers einheitlich und objektiv ausgefüllt wurde. So hatten wir über jeden Gottscheer Deutschen ein stichhaltiges Urteil, über seine Leistungsfähigkeit und Charakterbild".

Diese geheime Liste, als "Liste der politisch unzuverlässigen Gottscheer", von SS- Major Lampeter unterschrieben und der SS-EWZ übergeben, wurde im Film 306 in den National Archiven gefunden und abgeschrieben. Sie wird in Kürze anderswo veröffentlicht.

Es hat wenig Sinn, Richard Lackner mit weiteren Tatsachen zu entlarven und die Bezeichnung als "betrogener Betrüger" noch stärker zu festigen. Das Obige genügt. Und trotz allen würde man den Betrügern unseres Volkes verzeihen, hätten sie die Gnade den Verstoß an deren Volke als jugendlichen Fehler zu bereuen und sich an den Betrogenen zu entschuldigen. Sie wurden doch, in ihren blinden, jugendlichem Idealismus von den Einsammlern verführt um deren Volk zu verführen. Damals wußten sie das nicht. Aber heute wissen sie es und sollten es eingestehen. Als selbstbezeichnete "katholische Christen" (?) ist ihnen doch bekannt, Verzeihung kommt nur nach Eingeständnis.

Aber jährlich sieht man Diese in einer Prozession im Schatten der "Schutzmantelmadonna" wo sie aber nicht die Gnade finden sich an den Landsleuten zu entschuldigen, sondern deren Selbstrechtfertigung stärken. Deswegen werden "seriöse Historiker" sie nicht nur als unreuende Betrüger beurteilen, sondern auch als Judas bestempeln, da sie sich zu keiner Katharsis bringen konnten. Und diese Bestempelung ist schon unterwegs.


John Tschinkel

PS: Alenka Auersperger schreibt: „Die Fotos und deren Beschreibung, von Richard Lackner als Falsch bezeichnet, wurden mir vom Bezirksmuseum Koèevje übergeben. Lackner soll sich dort zwecks Ungenauigkeiten beschweren“.


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