Abgeschickt von Dušan Kožuh - Pfarrer am 23 April, 2005 um 18:40:33:
Dušan Kožuh
Zdraviliški trg 6a
8350 Dol. Toplice
Tel. 00386-7-30 65 030
An die Gottscheer Gemeinschaft.
Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Gottscheer,
Ich möchte mich an Sie als Pfarrer der Pfarre Töplitz/ (Dolenjske) Toplice und als Pfarrverwalter der Pfarren Ainöd/ Soteska und Pöllandl/ (Koèevske) Poljane wenden.
In der 12. Ausgabe der Gottscheer Zeitung, Dezember 2004, Seite 3, hat man mich auf den Artikel – Gottscheer helfen, Barrieren überwinden - aufmerksam gemacht.
Da ich leider kein Abonnent Ihrer Zeitung bin, habe ich den oben erwähnten Bericht von Herrn Heinz Stritzel erst vor kurzen gesehen. Der Redakteur der Gottscheer Zeitung zitiert den Vorsitzenden des Gottscheer Altsiedler Vereins August Gril, der auf dem 15. Europäischen Volksgruppenkongreß des Landes Kärnten behauptete: … Ja, es werde sogar geleugnet, daß es im Pölland -Tal ein zweisprachiges Gebiet gebe. Erschreckend sei auch, dass die Kirche in Pöllandl für die Gottscheer verschlossen sei. Die deutsche Inschrift unter dem Kreuzweg wurde kürzlich weggesägt.…
Als Verantwortlicher für die an dem Volksgruppenkongress erwähnten Kirchen in Pöllandl, muss ich diese Angabe sofort verneinen:
Ich habe noch nie einer Gruppe Gottscheern oder einer einzelnen Person, die mich um Besichtigung der Kirchen in der Pfarre Pöllandl gebeten hatte, dies verhindert. Die Kirchen sind, so wie auch sonst überall in Slowenien, nur aus Sicherheitsgründen abgeschlossen.
1. Es ist mir aber zu Ohren gekommen, dass der Vorsitzender des Altsiedler Vereins August Gril und deren Mitglied des Verwaltungsausschusses Beno Kop, mindestens einmal solche (falsche) Informationen den Gottscheern gegeben haben und zwar ohne mich überhaupt zu fragen, ob die Gruppe (damals aus Graz) die Kirchen in Büchl und Pöllandl besichtigen kann! Die Gruppe aus Graz, bzw. der Reiseführer Edelbert Lackner, hat sich dann an die Pfarrangehörige Gottscheerin Maridi Tscherne gewendet, die mich natürlich um Erlaubnis gebeten hatte und sie natürlich auch bekam. Ich habe dieser Gruppe Gottscheern dann selbst die Kirche in Büchl gezeigt (übrigens, sie berichteten über den Besuch auch in der Zeitung Gottscheer Gedenkstätte, September/ Oktober 2003, Seite 4!).
2. Die zweite Behauptung, nähmlich dass ich die deutsche Inschrift unter dem Kreuzweg in Pöllandl wegsägen ließ sind einfach lächerlich. Jeder, der einmal diese schöne Andreaskirche besucht hatte, kann sich darüber selbst überzeugen. Niemals wurde etwas weggesägt noch wurde so etwas jemals vorgeschlagen oder darüber diskutiert.
Ich bitte Sie also: wenn jemand die Kirchen der Pfarre Pöllandl (Büchl, Pöllandl oder Kleinriegl) besuchen möchte - bitte wenden Sie sich an mich.
Ich werde Jedem der Interesse hat, die Kirchen zeigen bzw. dafür sorgen, dass Er / Sie oder auch eine Gruppe, diese besichtigen kann.
Ich grüße Sie recht herzlich und wünsche Ihnen wie auch allen Mitgliedern Ihres Vereins viel Gesundheit und Gottes Segen, dass Sie persönlich, und alle anderen Gottscheer und deren Nachkommen noch so oft wie möglich ihr geliebte Heimat Gottschee besuchen können.
Dušan Kožuh, Pfarrer